Demokratie als Bauherrin

60 Jahre Haus der Bürgerschaft

In welches Gewand kleiden die Länder der Bundes­republik Deutschland eigentlich ihre Volksvertretungen? Wird die Herrschaftsform Demokratie auch in der Gebäude­gestalt sichtbar? Anlässlich des 60. Jubiläums des Hauses der Bürgerschaft widmet sich die Ausstellung „Demokratie als Bauherrin“ der Architektur deutscher Parlamentsgebäude und insbesondere der des denkmal­geschützten Hauses am Bremer Marktplatz.

1966 nach Plänen des Berliner Architekten Wassili Luckhardt errichtet, ist das Haus der Bürger­schaft selbst Ergebnis demokratischer Willensbildung: Mehrere Wett­bewerbe, hitzige Debatten und Überarbeitungen führten letztlich zu der Verbindung von moderner Architektur und historischem Bezug, die wir in Form und Fassade des Hauses noch heute wiedererkennen. Das Gebäude gilt als bedeutendes Beispiel moderner Parlamentsarchitektur.

Für Wassili Luckhardt war das Haus der Bürgerschaft der Höhe­punkt einer langjährigen Beschäftigung mit der Bauaufgabe „Parlament“. Mit dem Bremer Landtags­gebäude schuf er einen zentralen Ort der Demokratie, den Abgeordnete, Mitarbeiter:innen und Bürger:innen bis heute mit Leben füllen.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Bremer Zentrums für Baukultur und der Bremischen Bürgerschaft. Sie kann ab dem 3. September bis zum 30. Oktober 2026 im Haus der Bürgerschaft besucht werden.