Rund um Kaufhäuser
Umnutzungs-beispiele aus anderen Städten (Teil 2)
Vortrag am
Di: 08. September 2026 | 18:30 – 20:00 Uhr
Bremer Zentrum für Baukultur
Am Wall 165/167
28195 Bremen
Noa Wilhelmi (Bauhaus-Universität Weimar) – Was kommt nach dem Warenhaus? Transformation als Impuls für die Innenstadt
Mit der Schließung eines Warenhauses stellt sich nicht nur die Frage nach seiner weiteren Nutzung, sondern auch danach, welche Potenziale die Immobilie künftig für die Innenstadt haben kann. Der Vortrag gibt Einblick in erste Beobachtungen und Zwischenergebnisse des im Rahmen von Zukunft Bau geförderten Forschungsprojekts „Warenhäuser als Impulsgeber einer nachhaltigen Innenstadtentwicklung“, das an der Technischen Universität München, der Leibniz Universität Hannover und der Bauhaus-Universität Weimar durchgeführt wird. Dabei wird untersucht, wie ehemalige Warenhäuser mit ihrem städtischen Umfeld in Wechselwirkung stehen, zur funktionalen Diversifizierung beitragen und neue Impulse für die Innenstadt auslösen können. Anhand unterschiedlicher Beispiele werden Bedingungen gelingender Transformation im Bestand sowie Perspektiven auf Erhalt, Umbau und neue Nutzungen diskutiert. Zum Forschungsprojekt hier.
Kilian Kada und Dirk Lange (kadawittfeldarchitektur) – Projektbeispiele aus Aachen und Braunschweig
Anhand des „Hauses der Neugier“ in Aachen und des Projekts BOMA+ in Braunschweig zeigen Dirk Lange und Kilian Kada, wie aus monofunktionalen Kaufhausimmobilien offene, vielfältige und zukunftsfähige Stadtbausteine entstehen können. In Aachen wird das ehemalige Horten-Kaufhaus zu einem frei zugänglichen Ort für Bildung, Kultur, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Ein neues Atrium verbindet die Etagen und macht das Haus als „Dritten Ort“ für die Stadtgesellschaft erlebbar. In Braunschweig wird die bestehende Kaufhausstruktur durch Teilrückbau, gezielte Ergänzungen und hybride Nutzungen in einen neuen Stadtbaustein überführt. Die Wiederherstellung historischer Wegebeziehungen, neue öffentliche Räume und der Erhalt wesentlicher Teile der Tragstruktur verbinden städtebauliche Reparatur mit ressourcenschonendem Weiterbauen.
Weitere Infos unter: www.bremenszukunftimbestand.de
Eine Veranstaltung von Architects for Future Bremen, in Kooperation mit dem bauteilnetz Deutschland und dem Bremer Zentrum für Baukultur.
