"Das vom Schulmuseum Bremen herausgegebene Buch »Hunger – Demokratie – Rock 'n' Roll« fragt nach dem Leben von Kindern und Jugendlichen während der Zeit von 1945 bis zum Beginn der 1960er Jahre. Wie erging es ihnen in den Notunterkünften oder beim Spielen in der Trümmerlandschaft, in die Bremen im Zweiten Weltkrieg verwandelt worden war? Was änderte der allmähliche Wiederaufbau an ihrer Situation? Welche Ängste peinigten sie, was machte ihnen Mut? Was wünschten sie sich für die Zukunft? Wie war das Verhältnis zu ihren Eltern? Wie blickten die Mütter und Väter, die Nationalsozialismus und Krieg mitgemacht hatten, auf ihre Kinder? Was planten die Bildungspolitiker? Wie wurden die Lehrer/innen erlebt? Was hörten die Kinder und Jugendlichen von der Vergangenheit, wie »übten« sie Demokratie? Wo suchten sie sich ihre Idole? Interessierten sie sich mehr für ihr Vergnügen oder auch für Politik?
Die Autor/innen des Buchs suchen aus unterschiedlichen Perspektiven nach Antworten auf solche Fragen. Dabei stoßen sie immer wieder auf Widersprüche zwischen dem proklamierten demokratischen Neubeginn nach 1945 und dem Weiterwirken der NS-Vergangenheit mit ihren menschenfeindlichen und autoritären Strukturen. Mit seinem breiten Themenspektrum, mit über 300 Bildquellen und Zeitzeugenaussagen lädt das Buch zum Blättern und Studieren, zum Erinnern und Verstehen ein."

Cover Buch Schulmuseum

Schulmuseum Bremen (Hrsg.):
„Hunger – Demokratie – Rock ´n' Roll. Kindheit und Jugend 1945 bis 1960."
14.90 €. 160 S., 330 Abb., 20x20cm, gebunden. Edition Temmen, ISBN 978-3-8378-1039-4
Hier finden Sie eine Leseprobe aus "Hunger - Demokratie - Rock ´n` Roll": S. 38 und 39.

Das Bremer Zentrum für Baukultur war einer der Kooperationspartner der Ausstellung und hat darüber hinaus auch an der Erstellung des Buches mitgewirkt.

Gleich zwei Beiträge haben Jörn Tore Schaper und Eberhard Syring für das Buch verfasst;

"Schulen zur Entfaltung von Anlagen und Fähigkeiten"
Bremer Schulbau in den 1950 Jahren (S. 87 - 91)

"Begegnungsstätten, in denen sie das Leid vergessen sollen"
Räume für Kinder und Jugendliche beim Wiederaufbau Bremens (S. 129 - 135)

Jörn Tore Schaper, M.A. Jg. 1975. Studium der Geschichte, Englischen Philologie und Angewandten Kulturwissenschaften in Münster und Edinburgh, Mitarbeiter des Bremer Zentrums für Baukultur und freiberuflich als Historiker/Kulturwissenschaftler in Bremen tätig. Mitwirkung an verschiedenen Projekten zur regionalen Sozial- und Kulturgeschichte.

Prof. Dr. Eberhard Syring, Jg. 1951. Architekturhistoriker und Autor. Studium der Architektur. Seit 2004 Professor für Architekturtheorie und Baugeschichte an der School of Architecture (Hochschule Bremen) sowie Wissenschaftlicher Leiter des Bremer Zentrums für Baukultur - b.zb. Forschungsschwerpunkt: lokale und regionale Baugeschichte.