Der Vortrag fand im Rahmen des Ausstellungsprojektes „wohnen³ bezahlbar. besser. bauen. Architektonische Lösungen und künstlerische Interventionen“ statt – ein Ausstellungsprojekt des Hafenmuseums Speicher XI, des b.zb Bremer Zentrums für Baukultur und des Mariann Steegmann Instituts. Kunst & Gender / Forschungsfeld wohnen+/–ausstellen.

Dienstag, 18. Januar 2022
18:00 Uhr

Die Veranstaltung fand online statt.

Wohngrenzen
Politiken von Bewohnen und Un/ Sichtbarkeit
Irene Nierhaus, Wien / Bremen

Sichtbarkeit von Wohnen wird oft mit Bildern von Möbeln, Wohnräumen oder Familiengeschichten assoziiert. Als Konsum- und Privatwelten tendieren sie zu Vorstellungen von Wohnen als ‚glücklichem Raum‘ (Bachelard), hinter dem das Prekäre wie auch das Bedingungslose des öffentlich angestrebten, wohlgeordneten Lebens zurückbleibt. Das Verhältnis von Bewohnen und Un/Sichtbarkeit wird auf zwei, letztlich nicht trennbaren Ebenen thematisiert: An Integration und Sichtbarkeit, so in der bevölkerungspolitischen Fixierung der sozialen Klassen, Gruppen und Geschlechter im Wohnen. Und an der Ausgrenzung und Unsichtbarkeit des Prekären, wie den Gefährdungen im Privatraum, dem Wohnen in Obdachlosigkeit, Migration oder bei Zerstörung durch Naturkatastrophen und Kriege.

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